Klappentext:

28 Tage …
… um ein ganzes Leben zu leben, um die wahre Liebe zu finden, um eine Legende zu werden.

Warschau 1943: Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. 28 Tage lang.
28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.
28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.
28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.
28 Tage, um eine Legende zu werden.

28 Tage lang Rezi

Liebe Mira,

es war schon länger her, das ich ein historischen Roman gelesen habe, aber als ich deine Geschichte auf den Kassenband legte, sagte die Verkäuferin: „Sehr gute Wahl, es wird Sie noch nachhaltig beeindrucken.“

Das hat meine Erwartungen natürlich ziemlich erhöht, und neugierig wie ich war, las ich los.

Mira, wieso hast du mich nicht vorgewarnt?

Ich lief durch die Stadt, und mehr als einmal schaute ich erschrocken auf. Die Menschen hielten mich bestimmt für verrückt, das aber nur, weil sie nicht wissen was ich weiß. Weil sie nicht deine Geschichte kennen.

Leicht im Leben – das hattest du nicht. Ich habe dich leider nicht von klein auf begleiten können, sondern habe dich im Alter von 16 Jahren kennen gelernt. Aber von Anfang an habe ich dich gern begleitet, in dieser Zeit. Ich hätte dir gerne so manche Qual abgenommen, aber das ging leider nicht.

Stattdessen las ich Tag für Tag, und lernte deine Gedanken dabei kennen. Ich las, wie du leidest, was dir schreckliches widerfuhr. Das Naziregime wurde mit seinen Taten, mir immer mehr zuwider. Irgendwann verspürtest du den Drang sie zu töten – es waren keine Menschen, sondern du empfandst sie als Dämonen. Ich konnte es nachvollziehen. Du hattest Schuldgefühle, aber wer kann es dir verübeln, das du den Drang zum überleben verspürtest?

Mehr als einmal fragtest du dich: Was für ein Mensch möchte ich sein?

Ich glaube, dass du in Anbetracht der Situation, ein guter Mensch warst. Du hast nicht aus purem Hass ohne nachdenken gehandelt, so wie es die Deutschen gemacht haben. Es war Schmerz und Wut über die Ungerechtigkeit die den Juden widerfahren ist, die dich handeln ließ.

28 Tage. 28 Tage habe ich dich begleitet, in denen du Teil des Aufstands warst. Es war hart. Zum Schluss habe ich Tränen vergossen, ich habe mit dir geweint. Aber das ist ok. Ich habe gerne mit dir geweint.

Mira, ich bin froh, deine Geschichte kennen gelernt zu haben. Danke, das du die Menschheit daran teilhaben lässt. Und ich hoffe, dass noch viele andere deine Geschichte kennen lernen.

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Das Buch ist unheimlich berührend, so berührend wie ich es nie erwartet hätte anfangs. Ich habe das Buch unterschätzt.

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Bücherfüchsen.

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