An dieser Stelle ein großes DANKE an dich Kira!

Kira Gembri, geboren 1990, lebt zusammen mit ihrem Kater – einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat – in Wien, wo sie kürzlich ihr Masterstudium der Vergleichenden Literaturwissenschaft abgeschlossen hat. Wenn sie nicht gerade für ihre Germanistik-Prüfungen büffelt, Cello spielt oder eines der Bücher verschlingt, die sich in allen Ecken ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre ganze Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten. Mit ihrer Schatten-und-Licht-Dilogie überzeugte sie bereits im Selfpublishing ein größeres Lesepublikum. Im Juni 2015 erscheint ihr bezaubernder New-Adult-Roman „Wenn du dich traust“ bei Arena.

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1) Du und dein Leben. Wie sieht es  aus? Was machst du von morgens bis abends, was sind deine Hobbies und was hat sich verändert seit du Autorin bist?

Ich stehe auf und scheuche meinen Freund zur Arbeit, damit ich auch endlich ins Büro … äh, Wohnzimmer gehen kann, um auf der Couch mit schnurrender Begleitung mein Tagwerk zu beginnen 😀 Dann wird geplottet, gegrübelt, geflucht und getippt. Wenn ich gerade nichts zu tun habe, verbringe ich sehr gerne Zeit mit meinen deutlich jüngeren Geschwistern, spiele Cello, lese, treffe Freunde – das hat sich alles nicht geändert, seit ich Autorin geworden bin. Aber zu meinen realen Erlebnissen gesellen sich jetzt halt noch viele imaginäre Abenteuer.

 

2) Welche drei Adjektive beschreiben dich am besten?

Chaotisch, nachdenklich, aufgedreht. Sind die letzten beiden Gegensätze? Macht nichts, das passt – siehe: chaotisch 🙂

 

3) Liest du so gerne wie du schreibst? Wann hat deine Leidenschaft für Bücher begonnen?

Definitiv ja, und ich finde, Bücherschreiben geht ohne Bücherlesen überhaupt nicht. Es hat bei mir auch mit beiden Leidenschaften ungefähr zur selben Zeit angefangen: mit fünf Jahren, als meine Mutter geduldig neben mir saß, während ich mühsam mein erstes Buch entziffert habe. Und dann wollte ich unbedingt auch eins schreiben, obwohl ich noch gar nicht alle Buchstaben konnte. Ich glaube, bei Letzterem brauchte meine Mutter NOCH mehr Geduld …

 

4) Welches deiner Bücher hast du am meisten gelesen? So oft, dass du es beinahe auswendig kannst...

Meinst du Bücher in meinem Besitz oder Bücher, die ich selbst geschrieben habe? Meine eigenen Manuskripte habe ich alle so oft gelesen, bis sie mir fast bei den Ohren rauskamen. Aber auch meine Lieblingsbücher lese ich immer wieder, einfach, weil das so ein schönes, beruhigendes Gefühl ist.

 

5) Deine Verbannt-Dilogie gehört zu meinen Lieblingen im Regal. Wie und wo kamst du auf die Idee und was verbindest du mit dieser Reihe?

Den ersten Band habe ich ursprünglich als Geschenk für meine Schwester geschrieben, die damals ein riesiger Fan von Romantasy war. Sie mochte es nur nicht, wenn der übernatürliche Held nicht mit der Heldin zusammen sein konnte, weil er für sie zu „gefährlich“ ist. Also habe ich mir für Rasmus und Lily eine ganz andere Hürde ausgedacht. Übrigens hätte ich nie im Leben damit gerechnet, dass diese Geschichte einmal von einem größeren Publikum gelesen werden könnte. Und selbst jetzt, drei Jahre nach der Veröffentlichung, verbinde ich damit vor allem Erinnerungen daran, wie meine Schwester und ich darüber diskutiert und gelacht haben.

 

6) Was für ein Gefühl war es, das allererste Buch zu veröffentlichen? Was für ein Gefühl war es deine erste Rezension zu bekommen?

Nachdem ich es veröffentlicht hatte, konnte ich nächtelang nicht richtig schlafen. Bei der ersten Rezension habe ich ungelogen ganz genau gespürt, wie mir mein Herz bis in den Hals hinaufgehüpft ist. Und das Schlimme, Tolle, Verrückte an der Sache ist, dass es mir auch heute mit jeder Neuveröffentlichung wieder so geht!

 

7) Welcher Charakter aus Verbannt liegt dir besonders am Herzen und warum?

Die Frage ist fies! Das fühlt sich nämlich so an, als müsste man unter seinen Kindern einen Liebling auswählen. Lily, weil sie mir in vielen Punkten ähnelt. Rasmus, weil er meinem persönlichen Traummann sehr nahe kommt. Jinxy, weil es sie wirklich gibt. Sam, weil er mich selbst immer wieder überrascht hat.

 

8) Nennst du mir deine Lieblingsstelle aus den Büchern? Vielleicht sogar dein Lieblingszitat? (gar nicht so einfach, ich weiß!)

Ich glaube, meine Lieblingsstelle ist im zweiten Band, als Lily Rasmus endlich ihre Gefühle gesteht. Und nein, ich meine nicht ihren missglückten ersten Versuch. Wobei der auch was für sich hatte und mir jedenfalls diebisches Vergnügen beim Schreiben bereitet hat.

 

9) Bald erstrahlt ein anderes wundervolles Buch von dir – samt neuem Cover und Verlag. Glückwunsch dazu! „Wenn du dich traust“ – Magst du uns kurz etwas zu diesem Buch erzählen?

Es ist die Geschichte von Lea, die wegen ihrer Zwangsstörung alles in ihrer Umgebung krampfhaft zählen muss. Und von Jay, der nicht mal mehr zählen könnte, wie viele Partys er schon gefeiert hat. Zwei komplett gegensätzliche Charaktere, die aus der Not heraus eine WG gründen – ohne zu ahnen, wie sehr sie einander noch brauchen werden. Ich glaube, bei diesem Buch musste ich zum ersten Mal während des Schreibens heulen. Das sagt doch schon einiges darüber aus, wie viel es mir bedeutet!

 

10) Was sind deine Wünsche und Träume für die Zukunft?

Dass es so weitergeht wie bisher. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich meinen Kindheitstraum leben darf. (Oh, und vielleicht noch ein Häuschen am See mit vielen Kindern und Katzen darin 😉


 

 

Last but not Least: die Quickies 😀

Lieblingsblume: Hyazinthe. Wenn ich diesen Duft rieche, weiß ich, dass Frühling ist!

Lieblingsland: Australien, auch wenn ich NOCH nie dort war – aber ich habe unzählige Bücher darüber gelesen.

Lieblingsfarbe: Blau, so wie gut zwei Drittel meiner Klamotten …

Lieblingstier: Wenn ich jetzt nicht “Katze” schreibe, ist Findus auf meinem Schoß bestimmt beleidigt

Nachteule oder Frühaufsteher: Nachteule – rund um Mitternacht schreibt es sich am besten.

 

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Vielen lieben Dank  ❤

 

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