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1) Wie würdest du dich selbst und dein Leben beschreiben? Erzähl uns von dir! 🙂

Das ist ja mal eine Herausforderung. Weil ich so ein Normalo bin, gibt es da eigentlich nichts zu berichten. Ich bin glücklich mit meiner Jugendliebe verheiratet, habe zwei wundervolle Töchter und eine Katze. Ich wohne in einem kleinen Ort in Franken und bin ein echter Familienmensch. Man könnte mir wohl ein Haus in den Hamptons anbieten und ich würde mich trotzdem nicht aus meiner Heimat entwurzeln lassen. Mir ist die Nähe zu meiner Familie sehr wichtig. Ich liebe es, wenn wir im Sommer alle zusammenkommen und Pizza oder Pasta im Garten essen und dabei ein gutes Glas Rotwein trinken. Überhaupt ist mir mein Garten sehr wichtig. Ich bin begeistert von der Veränderung, die sich in meinem Garten Tag für Tag vollzieht und ich genieße es, immer wieder etwas Neues zu entdecken. Darum reise ich auch gerne. Allerdings stehen mir meine Flugangst und mein empfindlicher Magen ab und zu im Weg. Ich kann kaum Bus fahren oder im Zug reisen, schon wird mir schlecht. Fähren sind hart an der Grenze und Flugzeuge meine ganz persönliche Höllenqual. Ansonsten mag ich: Schuhe, Glitzer, Nagellack, die Farbe Lila, Bon Jovi, singen unter der Dusche und lesen im Bett, ich mag den Sommer lieber als den Winter und Katzen lieber als Hunde. Morgens will ich meine Ruhe. Am Abend kuscheln mit Wollsocken. Ich mag Schokolade – aber nur Zartbitter und Kaffee nur mit Milch und Zucker. Ich lache gerne und viel. Ich lege Excel-Tabellen für jeden Kleinkraman und sehe im Fernseher am liebsten Serien. Da bin ich ein echter Junkie. Was ich nicht mag: Streit, schlechtes Wetter, kochen und nach dem Essen die Küche aufzuräumen, Gruselfilme und Spinnen. Damit kann man mich jagen. Ich finde Clowns echt übel und schneide mir mit chirurgischer Präzision vom Fleisch das Fett ab.

 

2) Welche drei Adjektive beschreiben dich am besten?

Ich bin spontan, lustig und aus tiefstem Herzen romantisch.

 

3) Was waren als Kind deine Lieblingsgeschichten und wann hat deine Leidenschaft für Bücher angefangen?

Zuerst fand ich „Meine Schwester Klara“ toll – das waren so meine Erstlesebücher. Danach hab ich eine wahre Bibliothek von „Mein lustiges Taschenbuch“ angelegt und Detektiv oder Rätselgeschichten verschlungen. Dazu natürlich der übliche Mädchenkram. „Barbie in Afrika“, oder „Bibi Blocksberg verliebt sich“ habe ich genauso verschlungen, wie die Abenteuer von „Hummelchen und Mücke“.

 

4) Seit wann schreibst du selbst und was bedeutet das Schreiben für dich?

Ich habe erst sehr spät angefangen ernsthaft zu schreiben. 2007. Damals war ich mit meiner ersten Tochter schwanger und habe gemerkt, wie befreiend das Schreiben für mich ist. Mein Traum war es aber schon lange zuvor.

 

5) Deine Reihe rund um Vanoras Fluch hat mich voll überzeugt und in ihren Bann gezogen. Wie bist du auf die Idee dazu gekommen? Und wie lange hast du an der Reihe insgesamt geschrieben und gefeilt?

Die Idee entstand während meiner Hochzeitsreise in Schottland, als ich mit meinem Mann auf dem Glenfinnan Monument stand und auf das Wasser hinausblickte. Bis ich diese Bilder allerdings in einem Buch umsetzte, dauerte es noch beinah fünf Jahre – und bis zum Wort „Ende“ in Das Vermächtnis sollte es weitere drei Jahre dauern.

 

6) Was für ein Gefühl war es, das allererste Buch zu veröffentlichen?

Angst, gemischt mit unbändigem Stolz!

 

7) Die Reihe spielt in Schottland und entführt den Leser auf so manchen Seiten dahin. Wieso Schottland? Was verbindest du mit diesem Land?

Mit Schottland verbindet mich persönlich eine tiefe Liebe. Das Land ist unglaublich schön, und hinter jeder Straßenkurve offenbart sich für den Betrachter ein neuer, noch eindrucksvollerer Blick. Die Schotten sind sehr warmherzige und freundliche Menschen, und das in ihrer ganz eigenen, „knurrigen“ Art. Ich habe mich noch nirgendwo sonst so Willkommen gefühlt wie in Schottland – mehr über meine Liebe zu Schottland findet man übrigens auf dem Ullstein-Blog Resonanzboden.

 

8) Wenn du für einen Tag in eins deiner Bücher schlüpfen könntest (egal in welches), welches wäre es und warum?

Oh, das ist eine schwierige Frage… Aber ich glaube, ich hätte Samantha bei ihrer Reise in die Vergangenheit begleitet (wobei ich bezweifle, dass ich dabei sonderlich hilfreich gewesen wäre 😉 ). Ich hätte Schottland gerne ohne Autos erlebt, und auch Payton (und ganz besonders Sean und Kyle) persönlich kennengelernt.

 

9) Schreibst du jeden Tag? Wo schreibst du am liebsten?

Soweit es meine Familie zulässt, schreibe ich jeden Tag. Mittlerweile habe ich richtige Bürozeiten, indenen ich mich auch nicht mehr ablenken lasse – schließlich ist das Schreiben mein Brotjob, der ernst genommen werden will. Lieblingsorte habe ich dafür inzwischen einige: ich pendle meistens zwischen Büro, Esszimmer und Terrasse – wichtig ist dabei die Verpflegung mit Zartbitterschokolade, Cappuccino oder heißer Schokolade und Ruhe, sonst geht gar nichts.

 

10) Was sind deine Wünsche und Träume für die Zukunft?

Als Mama wünsche ich mir, dass meine Kinder gesund bleiben (das gilt natürlich auch für meinen Mann, mich selbst und den Rest meiner Familie) und dass es ihnen auch in Zukunft an nichts fehlt. Beruflich hoffe ich, dass mir nicht irgendwann die Ideen ausgehen – und mir meine Leser treu bleiben 😉 Ein Zukunftstraum ist für mich eine vierwöchige Wohnmobilreise in die entlegensten Ecken Schottlands, dafür müssen aber meine Töchter noch etwas größer (und geduldiger!) werden.

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Okay und Last but not Least: die Quickies 😀
Lieblingsbuch: “Ich, Heinrich VIII”
Lieblingssprache: deutsch
Lieblingsfarbe: lila
Lieblingstier: Katze
Nachteule oder Frühaufsteher: Nachteule
Vielen lieben Dank ❤

Emilys Lieblingszitat (aus The Curse 3 – SPOILERGEFAHR)

Wir hatten nie darüber gesprochen – und wir würden es wohl auch nie können. Wir könnten einander nicht vergeben, und dieses Wissen war es, was mich ebenso erdrückte wie meine Schuld. Wir beide hatten jedes Hindernis überwunden, aber am Ende lag unsere Liebe unter Schmerz begraben.

„Ich liebe dich, Sam“, murmelte Payton an meinem Hals, und ich wusste, es war die Wahrheit. Ich

schob meine Hände unter sein Shirt und zog es ihm über den Kopf. Seine Haut war so warm, sein Duft mir so vertraut und sein Herzschlag im Einklang mit meinem.

„Ich liebe dich auch“, flüsterte ich und schloss die Augen, um meine Tränen zu verbergen.