»Manchmal sitzt man da, ist in Gedanken und merkt, dass etwas fehlt. Und man kann nicht einmal bestimmen, was nicht da ist«

Klappentext:

Emma Percen schafft, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Sie kann mit ihrem Ex-Drogendealer umgehen, zwei Jobs bewältigen und gleichzeitig einem Stalker entwischen.
All das noch vor ihrer Morgenzigarette.
Als jedoch jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht, der ihr wichtiger war als ihr eigenes Leben, trifft sie zum ersten Mal auf einen Gegner, dem sie unterlegen ist.

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Dieses Buch habe ich von Julia Rieger als Reziexemplar bekommen. Zu ihr findet ihr außerdem ein Interview bei uns.
Liber ut avis ist ihr Debutroman – und hier erfahrt ihr einmal meine Meinung.

Der Einstieg fiel mir etwas schwer.
Im Buch kommen sehr viele Charaktere vor, gleichzeitig tauchen außerdem viele Fragen zur Prota auf, die wir am Anfang nicht richtig kennen lernen.
Man liest das Buch mit einem Riesen Fragezeichen im Kopf.
Erst nach und nach verraucht das Fragezeichen und weicht einem erstaunten Ausrufezeichen.
Der Klappentext lässt ja schon vermuten, dass Emma ein Ex-Junkie ist – was schon ein Problem an sich ist. Doch nach und nach erfährt man immer mehr über ihre Vergangenheit, und dadurch warum sie überhaupt drogensüchtig wurde.
Obiges Zitat ist aus dem Buch und zeigt ein Problem: Ihr fehlt etwas im Leben, aber sie weiß nicht was.
Das spiegelt sich im ganzen Buch über.

Das Buch verliert auch absolut nie an Spannung – immer passiert irgendetwas. Wo ich es Anfang freiwillig weg gelegt habe, weil der Einstieg schwer war, habe ich es zum Ende hin nicht mehr los gelassen.

Das Ende ist ziemlich offen. Julia meinte das sei ihr Ziel gewesen, sie wollte das jeder sich selber sein Ende schustern kann. (Mir musste sie trotzdem ein Ende vorschreiben 😀 )

Alles in allem vergebe ich dem Buch 3 von 5 Bücherfüchsen.
Es ist unheimlich bewegend, allerdings war es nun mal ein schwerer Einstieg, durch die ganzen offenen Fragen.
Emma ist Geschmackssache- entweder man mags, oder nicht.

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