Buchrücken:
Sorg dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigem Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin. Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Doch es sind nicht ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: Für die Liebe. Für das Glück. Für den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten.

Ich stieß vor ein paar Wochen über den Newsletter eines Bücherladens auf dieses Buch und auch erstmalig auf die Autorin Rowan Coleman. Durch ihr vor gut einem Jahr erschienenes Buch „Einfach unvergesslich“ war sie bereits bekannt für ihre wundervolle Art die Leserherzen zu berühren.

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Zu allererst hat mich das Cover neugierig gemacht. Im Normalfall stehen in meinen Regalen wahre Farbexplosionen. Allerdings wird einem schnell eines klar, sobald man begonnen hat zu lesen: Das Cover bereitet einen bereits irgendwie auf die Geschichte darin vor. Die Wolken als Symbol der Ferne und der Träume… das Ungreifbare. Und ich finde es genau richtig so.

Nun einml zum Inhalt. Protagonistin Stella ist Krankenschwester im Hospiz und kümmert sich dort mit viel Hingabe um ihre Patienten und erleichtert ihnen den Abschied von ihren Liebsten, indem sie in ihrem Namen Briefe an die Hinterbliebenen verfasst. Die Zeilen enthalten letzte Worte und Wünsche und sind für die Verwandten und Bekannten der Verstorbenen ein großer Trost.

Die Autorin lässt uns im Laufe des Buches – um genau zu sein 7 Nächte lang – am Leben dreier Menschen teilhaben; die Leben von Stella, Hugh und Hope.
Immer wieder wechseln die Erzählperspektiven zwischen Stella, Hugh und Hope ab und werden zwischendurch immer wieder von den Briefen, die Stella in Namen ihrer Patienten schreibt, unterbrochen. Es ist eine abwechslungsreiche, interessante und auch fesselnde Geschichte entstanden, die mich mal wieder kaum loslassen konnte.

Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich beim Lesen ihres Buches gefühlt habe. Von himmelhochjauchzend, bis zu Tode betrübt war einfach alles dabei.
Da ich generell ein wenig empfindlich bin, was Themen wie Krankheit, Krankenhaus oder Tod angeht, empfinde ich es als schwer diese Themen so zu erzählen, dass sie auf den Leser nicht zu erdrückend wirken. So möchte ich – trotz aller Tragik eine gute Geschichte lesen und sie auch gerne lesen, ohne dass ich vor lauter Tränen in den Augen die Worte nicht mehr sehe. Genau das gelingt Coleman auf eine wunderbare Art. Obwohl sie mit diesem Buch von schweren Schicksalen erzählt, tut sie dies mit unterzogen mit ein wenig Humor. Sie erzählt die Geschichten der betroffenen Charaktere unterhaltsam, verbunden mit der ein oder anderen humorvollen Situation oder einer berührenden Liebesszene. Solche kleine Stellen gibt es im Roman verteilt mehrmals und diese sorgen dafür, dass es einfach nicht zu bedrückend wird.

Eine ganz klare Leseempfehlung für alle Leser und Leserinnen, die sich auch gerne von Herzzereißenden Geschichten mitziehen lassen ♥

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